Anstatt auf der Straße oder mit der Eisenbahn oder mit dem Flugzeug während einer kontinentalen Rundreise kann man auch ganz kleine Rundreisen beispielsweise auf dem Wasser unternehmen. Wie wäre es denn dann mit einer Rundreise im Spreewald mit dem Paddelbot ? Man ist immer an der frischen Luft und lernt ein möglicherweise noch völlig unbekanntes Fleckchen von Deutschland kennen. Da die Strömung im Spreewald nicht allzu stark ist, wird man mit Muskelkraft auch alles bewältigen können. Ausgangspunkt könnte möglicherweise Cottbus sein, wo man das Boot oder die Boote, denn in einer Gruppe macht solch eine Tour natürlich noch mehr Spaß, an der Spreewehrmühle zu Wasser lassen kann. Die erste Tagestour stromab führt dann zwangsläufig nach Burg. Dort fächert sich die Spree dann großflächig auf und wir sind schon mitten im Spreewald. Die Gemeinde Burg besteht aus Burg-Dorf, Burg-Kauper und Burg-Kolonie. Hier kann man auch das erste Mal übernachten. So stellt das Spreewaldhotel “Zur Bleiche” preiswerte und schöne Zimmer zur Verfügung. Am folgenden Tag sollte man den Spreewald so richtig genießen und in seinem Herzen, dem Hochwald, die Seele baumeln lassen und die Ruhe und die Natur auf sich wirken lassen. Im Spreewalddorf Leipe gibt es einen Campingplatz zum Übernachten. Aber auch das dortige Spreewaldhotel bietet günstige Übernachtungsmöglichkeiten und die typisch Spreewälder Küche mit vielen Fischgerichten, sauren Gurken und Meerrettich. Der folgende Tag kann uns über ein anderes Spreewalddorf, nämlich Lehde, in das Tor zum Spreewald, die kleine Stadt Lübbenau, führen. In Lehde ist das Spreewaldmuseum sehenswert, wo man sich ein Bild machen kann, wie die Menschen hier früher gelebt haben und teilweise heute noch leben. Die Post zum Beispiel wird immer noch mit dem Kahn ausgefahren. In Lübbenau gibt es fast immer etwas zu erleben. Im Hafen finden oft folkloristische Veranstaltungen statt, so wie in jedem Spätsommer die Spreewaldfestspiele. Wer nicht auf dem Lübbenauer Zeltplatz übernachten möchte, wird sich möglicherweise eine Übernachtung im Schlosshotel gönnen. Von Lübbenau geht es dann weiter in die Schwesterstadt Lübben. Lübben ist weniger touristisch vermarktet worden und hat sich seine Beschaulichkeit bewahrt. Nun haben wir schon fast den gesamten oberen Spreewald durchfahren und können uns entscheiden, ob wir unsere Rundreise bis in den Unterspreewald ausdehnen möchten, oder auf der östlichen Route über Alt Zauche, Byhleguhre und Schmoggrow nach Cottbus zurückkehren wollen. Auf jeden Fall macht solch eine Rundreise durch den Spreewald speziell in der Gruppe eine Menge Spaß und man gewinnt inmitten der Natur einmal Abstand von der Zivilisation.