Dieses Land in Westafrika ist politisch und gesellschaftlich ohne Zweifel das stabilste afrikanische Land südlich der Sahara. Betrachtet man die politischen Verhältnisse in Nordafrika, fällt zur Zeit Tunesien sehr aus dem Rahmen, mit der Gefahr, dass sich die Unruhen auf mehrere arabische Länder ausbreiten. So gesehen stellt Ghana für den gesamten afrikanischen Kontinent ein Vorbild dar, was Demokratie und Stabilität anbetrifft. Eine Rundreise in diesem Land ist mit Sicherheit kein Wagnis. Der Verfasser dieses Artikels kann das bestätigen. Die besten Flugverbindungen bieten momentan KLM (täglich ein Flug hin und zurück via Amsterdam) und Lufthansa ( täglich ein Flug hin und zurück, wenn auch etwas teurer). Man erreicht die Hauptstadt Accra am Kotoka International Airport. Vielleicht sollte man erst einmal zwei Tage in Accra verbringen und sich an den schönen Stränden wie Labadi Beach und Coco Beach erholen. Lohnenswerte Ziele westwärts entlang der Küste sind dann die ehemaligen Forts Cape Coast Castle und Elmina. Hier begegnen wir den Zeugnissen des unsäglichen Sklavenhandels. In Elmina gibt es einen Fischerhafen, wo ein ausgesprochen buntes Treiben (bunte Fischerboote, Fischmarkt, Marktathmosphäre) zu beobachten ist. Von hieraus ist ein Abstecher nach der heimlichen Hauptstadt Ghanas, Kumasi, angesagt. Dort residiert noch der König des einflussreichsten ghanaischen Stammes, der Ashanti. Wenn man Glück hat, kann man die Residenz des Asante King besichtigen. Viele Touristen zieht es in de Mole-Nationalpark im Nordwesten des Landes. Hier kann man bei geführten Safaris wilde Tiere beobachten. Auch im Norden liegt Tamale, allerdings weiter östlich. Tamale ist die Metropole der Region und in der weitläufigen Umgebung der Stadt lässt sich die noch naturnahe Landwirtschaft in den Savannen studieren. Bewegt man sich dann wieder in Richtung Süden, trifft man auf den Volta River. Hier findet sich immer ein Boot, um als als Passagier bis zum Volta Stausee nach Akosombo zu reisen. Von Hieraus sind es nur noch knapp zwei Autostunden, um über die Hafenstadt Tema wieder an den Ausgangspunkt der Rundreise, Accra, zu gelangen.

Sämtliche Etappen kann man mit relativ modernen Bussen des State Transport zu sehr günstigen Preisen bewältigen. Noch günstiger, wenn auch etwas unbequemer, lässt sich mit dem Trotro (Kleinbusse) reisen. Die Überlandstraßen sind recht gut. Die Fahrt führt durch dichte tropische Wälder, durch Savannenlandschaften oder an Flussläufen entlang. Überall findet man saubere und günstige Unterkünfte. Es ist nicht nötig, sich im Vorfeld um Hotels zu kümmern. Um Land und Leute näher kennen zu lernen, ist es empfehlenswert, sich an jeder Station mindestens 2 oder 3 Tage aufzuhalten.